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Kraftsuppe, Alternative zum Positiv-Tagebuch

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Kurzbeschreibung der Kraftsuppe

Die Kraftsuppe ist eine kreative Methode zur Steigerung von Selbstwahrnehmung, Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein, bei der der Klient zum einen alles, was er an sich schätzt, in einem Glas, seiner Kraftsuppe, sammelt, und aus dem er jederzeit auch Kraft ziehen kann, indem er Zettel herausnimmt – also Kraftsuppe isst – und diese auf sich wirken lässt.

Kraftsuppe von Hüttner Coaching

Ablaufbeschreibung / Vorgehensweise

  1. Der Coachee füllt, über einen längeren Zeitraum angelegt, ein durchsichtiges Gefäß/Glas mit kleinen Zetteln, auf denen er alles notiert, was ihm an sich selbst Positives auffällt: Eigenschaften, Handlungen, Fähigkeiten, Dinge, auf die er stolz ist, was ihm an diesem Tag oder grundsätzlich an sich selber besonders gefallen hat/gefällt etc.
    Wichtig ist, dass es sich ausschließlich um Positives handelt, es die eigene Person betrifft und aus der Kategorie Tun und auch Sein ist, also keine einseitige Auflistung von Leistungen erfolgt. Es gibt zwei mögliche Varianten: Entweder, der Klient befüllt das Glas jeden Abend mit 3 Zetteln über einen definierten Zeitraum und natürlich gerne darüber hinaus.Oder er befüllt das Glas individuell, bis es voll ist. Natürlich lässt sich auch beides gut kombinieren.
  2. Während es zunächst um das Befüllen geht, besteht die weitere Verwendung der Kraftsuppe darin, dass sie an einem gut sichtbaren Ort steht und der Klient jederzeit, besonders, wenn er mit sich hadert, es mit Selbstzweifeln und Ängsten zu tun hat, einen Zettel aus der Suppe zieht und sich daran aufbauen und erfreuen kann – denn es hebt sofort die Stimmung, wenn wir uns unsere eigenen guten Seiten vor Augen führen, und das auch noch Schwarz auf Weiß.

Es bietet sich an, sowohl das Glas als auch die Zettel selber schön und kreativ zu gestalten, wenn man es möchte. Allein das Wort KRAFTSUPPE auf dem Deckel kann für ein Lächeln und gute Laune sorgen!

Ziele & Wirkung

  • Selbstwahrnehmung stärken
  • Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein aufbauen
  • Ressourcen aufdecken
  • Wertschätzung der eigenen Fähigkeiten und Eigenschaften
  • Über Kreativität den inneren Kritiker zum Schweigen bringen
  • Freude an sich selbst entwickeln
  • Selbstwirksamkeit neu entdecken, indem man die eigene Stimmung  aktiv anhebt

Quelle

Ich habe diese Methode spontan in einer Coachingsitzung entwickelt, als ich bei einer Klientin den Eindruck hatte, dass es ihr sehr helfen würde, auf eine kreative und zugleich persönliche Weise mit ihren guten Seiten und dem, was sie an sich selber schätzt und mag,  in Kontakt zu kommen und damit ihre Selbstwahrnehmung und ihr Selbstbewusstsein zu stärken.

Einsatz

Im Einzelcoaching als Aufgabe für den Klienten außerhalb des Coachingraums

Dauer: variiert je nach Variante und Kreativität – ein paar Minuten täglich oder eine Stunde am Stück oder beides kombiniert

Materialien

  • Eine verschließbares durchsichtiges Glas mit Deckel
  • Stifte, kleine Zettel
  • Bei Bedarf, Materialien zum Designen etc.

Praxis-Erfahrungen

Meine Klienten fanden es toll und bereichernd auf diese eher spielerische Weise nach und nach zu ihrer eigenen Überraschung immer besser mit ihren „inneren Schätzen“ in Kontakt zu kommen. Vor allem hat es sie von der rein kognitiven Ebene weg geführt und den Raum frei gemacht für neue Ideen über sich selbst, so dass Wachstum und Entwicklung möglich werden. Es macht ihnen auch sichtlich Spaß, über die eigene Kraftsuppe zu sprechen.

Eingereicht von:

Henrike Hüttner, www.huettner-coaching.de

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One thought on “Kraftsuppe, Alternative zum Positiv-Tagebuch

  1. Moderatorin: Gisela Krämer sagt:

    Diese Methode ist dem Positiv-Tagebuch nachempfunden, das auf wirksame Art und Weise dazu anhält, sich die positiven Dinge des Tages zu reflektieren. Ähnlich geht diese Methode Kraftsuppe vor, allerdings geht es nicht nur um Handlungen (Kategorie Tun) sondern auch um Sein, nämlich die Stärken,die der Coachee besitzt (Blumenstraußmethode z.B.).
    Was mir gefällt ist die Haptik, es geht nicht nur um Visualisieren, sondern auch um Einbeziehung in den Alltag durch das Suppenglas und den Begriff Kraftsuppe. Da fällt einem doch gleich Omas gute Suppe ein, die immer geholfen hat, wenn sie nötig war.
    Das öffnet einen weiteren Lernkanal, nämlich die Kinästhetik und ankert Positivbegriffe mit dem Tun.

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