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Kopfstandmethode

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Kurzer Inhalt der Kopfstandmethode

Die Kopfstand-Technik (Kopfstandmethode) geht auf den englischen Arzt und Kognitionswissenschaftler Edward de Bono zurück. Dabei geht man umgekehrt vor, d.h. man wendet sich absichtlich dem schlimmst möglichen Szenario zu. Vielen Menschen fällt es leichter, negative Aspekte an einer Idee zu nennen als aus dem Stehgreif Lösungen zu finden. Deshalb ist es hilfreich, ein Ziel zuerst auf den Kopf zu stellen und negative Gesichtspunkte zu suchen.

Vorgehensweise bei der Kopfstandmethode

  1. Formulieren Sie Ihre Aufgabe bzw. Ihr Problem als Frage. (z.B. „Wie schaffe ich es, mehr Kunden in mein Geschäft zu locken?“)
  2. Verkehren Sie diese Frage in ihr Gegenteil. (z.B. „Wie kann ich möglichst viele Kunden abschrecken, mein Geschäft zu betreten?“)
  3. Sammeln Sie Ihre spontanen Ideen zu der Negativ-Frage. (z.B. „Bissigen Wachhund vor der Tür anleinen“, „Tür und Schaufenster verbarrikadieren“, „Standort wechseln in eine gefährliche Gegend mit wenig Laufkundschaft“, „Gerüchte über fürchterlichen Besitzer streuen“, etc.)
  4. Wandeln Sie jede einzelne der gesammelten „Anti-Ideen“ nun in ihr Gegenteil um.
    (z.B. „Bissigen Wachhund vor der Tür anleinen“ wird zu „Freundliches Begrüßungspersonal vor dem Eingang positionieren, das den Kunden kleine Giveaways/Verkostungen anbietet“)

Benötigte Materialien / geschätzter Zeitaufwand : Flipchart, Whiteboard oder ähnliches

Die Kopfstandmethode lässt sich sowohl in einer Gruppe aber auch alleine anwenden. Der Zeitaufwand sollte nicht unterschätzt werden, je nach Größe der Gruppe und Fragestellung sollten mindestens 30 Min. und höchstens 60 Min. angesetzt werden.

Einsatzgebiete:

  • Wenn die Gruppe negativ eingestellt ist
  • Wenn aufkommende Ideen im Keim erstickt werden, z.B. durch Killerphrasen oder Kritik
  • Wenn beim Brainstorming der tote Punkt nicht überwunden werden kann
  • Wenn die bisherigen Sitzungen träge und unergiebig waren

Tipp aus der Praxis

Wichtig bei der Umkehrung der Fragestellung ist, dass man die ursprüngliche Fragestellung umformuliert und nicht einfach die Worte „nicht“ oder „kein“ vorsetzt, denn unser Unterbewusstsein nimmt solche Worte nicht wahr und sucht (und findet) dann die falschen Lösungen. Funktioniert nicht beinhaltet eben auch Funktionieren, womit unser Gehirn auf die falsche Fährte gelockt wird.

Quellen: z. B. http://trautmann-marken.de/blog/kreativitaetstechniken-3-kopfstandtechnik

eingereicht von Beate Maron

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