Themen-Parken-Methode Themen-Parken-Methode
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Strukturiert arbeiten, ohne gute Gedanken zu verlieren

In vielen Meetings entsteht eine typische Situation: Ein interessanter Impuls taucht auf – jedoch nicht zum passenden Zeitpunkt. Wird er sofort diskutiert, verliert die Gruppe ihren Fokus. Wird er übergangen, entsteht Frustration.

Die Themen-Parken-Methode schafft hier einen professionellen Ausgleich. Sie ermöglicht es, Beiträge sichtbar zu sichern und gleichzeitig zielgerichtet weiterzuarbeiten. Das „Parken“ steht dabei nicht für Ablehnung, sondern für bewusste zeitliche Steuerung.

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Grundgedanke

Die Methode beruht auf einem einfachen Prinzip:
Fokus und Offenheit lassen sich miteinander verbinden.

Ein Meeting folgt einer klaren Struktur. Gleichzeitig entstehen im Austausch neue Perspektiven. Professionelle Moderation bedeutet, diese Impulse wertzuschätzen, ohne den Arbeitsprozess zu unterbrechen.

Ablauf der Themen-Parken-Methode

1️⃣ Einführung zu Beginn

Zu Beginn des Treffens wird der Rahmen klar definiert:

🕒 Ziel und Zeitstruktur des Meetings erläutern
🗂️ Agenda transparent darstellen
🅿️ Einen sichtbaren „Parkbereich“ ankündigen

Wichtig ist die klare Botschaft:
Ein geparktes Thema wird nicht verworfen, sondern bewusst verschoben.

2️⃣ Sichtbare Dokumentation einrichten

Der Parkbereich sollte nicht improvisiert wirken, sondern klar strukturiert sein. Neben klassischen Flipcharts eignen sich besonders blockartige oder spaltenbasierte Darstellungen.

https://conceptboard.com/app/uploads/2025/06/Parking-Lot-Matrix-DE-1200x808-1.png
https://www.handwerk.com/sites/default/files/ww/2024-03/themenparkplatz03.jpeg

Mögliche Umsetzungen

📝 Flipchart mit klar abgegrenzter „Themen-Parkplatz“-Spalte
📋 Whiteboard mit eingerahmtem Themenblock
🧩 Moderationswand mit Karten in separatem Feld
📓 Protokollblock oder Notizseite mit eigener Rubrik

Wichtig ist die optische Trennung vom aktuellen Arbeitsteil – häufig in Form eines Rahmens, einer Spalte oder eines abgesetzten Blocks.

3️⃣ Erkennen parkfähiger Themen

Ein Beitrag wird geparkt, wenn er:

🔄 Nicht unmittelbar zur aktuellen Fragestellung passt
⏭️ Einen späteren Tagesordnungspunkt betrifft
💬 Eine umfangreiche Diskussion auslösen würde
📊 Strategisch relevant, aber aktuell nicht entscheidungsreif ist

Hier zeigt sich Moderationskompetenz: lenken, ohne abzuwerten.

4️⃣ Präzise Dokumentation

Beim Notieren sollte darauf geachtet werden:

✏️ Klare und neutrale Formulierung
🔎 Erfassung des Kerngedankens
👤 Optional Nennung des Einbringers
🏷️ Bei Bedarf thematische Zuordnung

Eine saubere Dokumentation erleichtert die spätere Bearbeitung.

5️⃣ Wertschätzende Kommunikation

Die Art des Parkens beeinflusst die Akzeptanz maßgeblich.

Beispiel:

„Das ist ein relevanter Punkt. Damit wir im Ablauf bleiben, nehmen wir ihn in unseren Parkbereich auf und greifen ihn im Anschluss wieder auf.“

Diese Vorgehensweise signalisiert:

🤝 Anerkennung
🧠 Struktur
🔐 Verlässlichkeit

6️⃣ Geordnete Nachbearbeitung

Am Ende des Meetings werden die gesammelten Punkte aktiv betrachtet:

👀 Gemeinsame Durchsicht aller Themen
⭐ Priorisierung nach Relevanz oder Dringlichkeit
📌 Entscheidung über weiteres Vorgehen
📅 Festlegung von Verantwortlichkeiten oder Folgeterminen

Ohne diesen Schritt verliert die Methode an Wirkung.

📈 Mehrwert der Themen-Parken-Methode

Die Methode stärkt die Qualität von Meetings auf mehreren Ebenen:

📍 Strukturierte Diskussionen
⏱️ Besseres Zeitmanagement
💬 Wertschätzung aller Beiträge
🔎 Transparente Themenübersicht
📊 Nachhaltige Nachverfolgung

Gerade in komplexen Projekten oder größeren Teams sorgt dieses Vorgehen für Klarheit und Effizienz.

🏢 Typische Einsatzfelder

Die Themen-Parken-Methode eignet sich besonders für:

🏗️ Projekt- und Steuerungsrunden
🎯 Strategiemeetings
🏢 Abteilungsbesprechungen
🛠️ Workshops mit hoher Beteiligung
🔄 Veränderungsprozesse

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