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Stilles Storytelling / Geschichten weiter erzählen

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Eine Geschichte geht in der Gruppe auf Reisen… Das stille Storytelling

Was passiert, wenn eine Geschichte durch viele Münder und Ohren wandert? In dieser spannenden Methode lernen Teilnehmer, wie Missverständnisse entstehen. Angelehnt an das 4-Ohren-Modell von Schulz von Thun erzählen die Teilnehmer sich eine Geschichte und geben das Gehörte an den nächsten Teilnehmer weiter. Ähnlich wie bei der Stillen Post, kann sich der Inhalt der Geschichte verändern und vielleicht auch das Ende.

Ablauf:

  • 5 bis 7 Teilnehmer verlassen den Raum.
  • Der Dozent erzählt einem Teilnehmer eine Geschichte, die er sich vorab überlegt hat.
  • Dieser Teilnehmer hat jetzt die Aufgabe, diese Geschichte möglichst genau und detailliert dem nächsten Teilnehmer zu erzählen, der nun in den Raum geholt wird.
  • Nun wird dieser Teilnehmer erneut die Geschichte möglichst exakt dem nächsten Teilnehmer erzählen (der in die Runde geholt wird)
  • Dies wiederholt sich so lange, bis alle Teilnehmer, die den Raum verlassen haben, wieder gemeinsam im Raum sind.
  • Der letzte Teilnehmer erzählt die Geschichte nun der gesamten Gruppe. Anschließend werden die Anfangsgeschichte und die Abschlussgeschichte miteinander verglichen und auf Fehler und Fehlerquellen hin untersucht.

Ziele: Die Übung verdeutlicht, wie leicht Missverständnis in unserer Kommunikation entstehen und durch Störungen,  unterschiedliche Wahrnehmungen und Interpretationen bzw. Bewertungen der Menschen beeinflusst werden.

Inspiration und eine Quelle: http://www.tensingland.de/fileadmin/_migrated/content_uploads/Methodenbox_2004_01.pdf

Die Methode eignet sich für Gruppen ab 5 bis 6 Teilnehmern.

Materialien: keine.

Zeitaufwand variiert je nach Gruppengröße und Geschichte. Mindestens 30 Minuten.

Im Anschluss an die Methode können Beobachtung- und Bewertungsübungen durchgeführt werden.

Varianten: Die Methode ist ähnlich der Stillen Post. Geschichten sind aufgrund der inhaltlichen Fülle anspruchsvoller und effizienter in der Herausbildung von Fehlerquellen.
eingereicht von Katja Jungmann für Methodenundmehr www.pfeos.de

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