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Sprechende Haustürschlüssel und andere Dinge – Perspektivenwechsel, zirkuläres Fragen

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Perspektivenwechsel

Sprechende Haustürschlüssel oder andere Dinge verändert im Perspektivenwechsel

Erst gestern fiel mir wieder auf, dass mein Schlüsselbund für mich ein mächtiges Accessoire darstellt, wenn ich ohne Handtasche unterwegs bin. Zu groß für die Hosentasche stopfe ich ihn in meine Bauchtasche und grüble während ich den Reißverschluss vorsichtig zuziehe: „Was hängt da eigentlich alles an dem Schlüsselbund?“. Ohne es zu merken, tragen wir viele Begleiter ständig mit uns rum: Schlüsselbunde, Geldbörsen, Handtaschen, Lippenstifte, Taschenmesser, Kugelschreiber, Pflaster, Taschentücher, Stoffbeutel … Dinge, die einfach immer da sind und in vielen Situationen äußerst hilfreich zur Stelle sind. 

Den Dingen Stimme geben

  • Was wäre nun, all diesen Dingen eine Stimme zu geben?
  • Was würde wohl mein Schlüsselbund über mich erzählen?
  • Was hat er schon mit mir erlebt und warum hängt an ihm so viel?
Bei diesem Gedanken schmunzele ich und bin neugierig. Bestimmt wird es auch dem Coachee oder dem Medianten so gehen, wenn sie einfach ihre ständigen Begleiter sprechen lassen.  

Beispiele bzw. Themen

  • So sehe ich meine/n BesitzerIn …
  • Ich bin für meine/n BesitzerIn …
  • Mit meiner/m BesitzerIn habe ich erlebt, dass … 
  • Mich ärgert an meine/r BesitzerIn …
  • Ich schätze an meine/r BesitzerIn …
  • Ich bleibe noch lange bei meine/r BesitzerIn, weil …

Mit den Antworten auf diese Themenkomplexe wird die Wahrnehmung geschärft und bietet eine wunderbare Grundlage sich mit sich selbst auseinanderzusetzen.  

 

Ziel dieses Perspektivenwechsels

Eine andere Perspektive einnehmen und Dingen eine Stimme geben – sie zu Wort kommen lassen. 

 

Quellevgl. Manfred Bieschke-Behm (2015): Lebendige Gruppenarbeit durch kreative Methoden. Hrsg. Selbsthilfekontaktstelle Steglitz-Zehlendorf im Mittelhof e.V., S. 165.

Einzelmethode oder Teilnehmerkreis: Im Einzelcoaching oder Mediation neue Sichtweisen herausarbeiten. Im Teilnehmerkreis möglich z.B. in der Vorstellung. 

Benötigte Materialien: All die Dinge, die wir täglich mit uns herumtragen.
 
Geschätzter Zeitaufwand: Je nach Thema variiert der Zeitaufwand. 
 
Im Anschluss an Methoden – welche Methoden folgen ggf.?:
  • In der Mediation: nach Sichtweisen: Konflikterhellung
  • Im Coaching: Zusammenhänge der verschiedenen Sichtweisen visualisieren 
  • Im Teilnehmerkreis: nach Vorstellungsrunde ggf. Ablauf des Seminars etc.
 
Weitere Kategorien:
  • Kreativität
  • Fremdwahrnehmung
  • Selbstwahrnehmung
  • Achtsamkeit
  • Sichtweisen

Anekdoten aus der Praxis:

Mein Schlüsselbund hat mir gestern zugeflüstert: „Weniger ist mehr.“. Heute ist seine Taille schlanker. 
Viel Spaß beim Ausprobieren. Wir freuen uns über dein Feedback und Input. Schreib uns.
Katja Jungmann für www.pfeos.de
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