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Schenk dir Gutes!

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Wer ein Päckchen mit Ärger oder Problemen mit sich rumträgt, spürt unentwegt die Last. Es drückt, tut weh, piekt vielleicht bei manchen Bewegungen und egal, was derjenige macht, das Päckchen ist wie festgezurrt und will einfach nicht loslassen.

Methoden Schenk dir Gutes

Schenk dir Gutes


Als Coach merken wir das sehr schnell im Coaching, denn dieses gefühlte Schwerlast-Paket ist derart präsent für unseren Klienten, dass in der Situation nicht an Lösungen zu denken ist. Wie auch? Es schmerzt, drückt und nervt gewaltig.


Diese Methode unterstützt unseren Klienten sein Problem aus den Augen zu verlieren. Ich stelle mir das immer vor wie: „Ein Brett vor dem Kopf haben.“. Mit gezielten Fragen nach schönen Dingen im Leben des Klienten wird so das „Päckchen“ sanft aus dem Blickfeld geschoben. 

Vorgehensvorschlag der Methode Schenk dir Gutes

  1. Führe deinen Klienten mit Fragen in die Bereiche seines Lebens, die sich gut anfühlen, die ihn bereichern, die ihn erfüllen, die ihm Freude machen. Frage nach Menschen in seinem Leben, die ihn glücklich machen. Vielleicht gibt es auch Haustiere oder Orte, an die er gerne reist.
  2. Bitte ihn auf einem Blatt Papier eine Kurve zu zeichnen, wie oft er in den vergangenen Wochen oder Monaten diese wundervollen und schönen Momente  erlebte – wie oft er sich Zeit nahm, es bewusst genoss. Bei einer Abwärtskurve: Frage ihn nach seinen Vorräten an Energie, Glück, Zufriedenheit … welche Konsequenzen trägt diese Kurve mit sich?
  3. Lass deinen Klienten nun beschreiben welche inneren Aspekte er braucht, um seine aktuelle Situation leichter oder sogar sehr leicht hinter sich zu lassen. Was geht ihm leichter von der Hand, wenn er sich im Allgemeinen gut fühlt. Welchen Anteil können hierbei auch seine positiv beschriebenen Situationen, Menschen oder Orte beitragen?
  4. Ermuntere deinen Klienten bis zum nächsten Termin einen Plan aufzustellen über die Momente, die ihn glücklich machen und wann er diese umsetzt sowie deren vermutliche Wirkung.
  5. Bitte deinen Klienten darauf zu achten, wie seine Selfness-Arrangements auf die aktuelle Situation wirken, z.B. auf seine Sichtweise; erlebt er wieder mehr Leichtigkeit in bestimmten Situationen?; woher fliesst Energie, Kreativität, neue Ideen …?.
  6. In der folgenden Sitzung besprichst du mit deinem Klienten die Goodies, Profits und Schätze, die durch seinen Glücksplan zum Leben erweckt wurden. Lass deinen Klienten seine Erkenntnisse auf sein Leben beziehen und was er für sich mitnimmt, lernt – auch für zukünftige Situationen.

Vielleicht löst du mit deinem Vorgehen Irritationen aus bei deinem Klienten. Denn schließlich wird das Problem gefühlt beiseite geschoben. Beispielsweise kannst du ihm erklären, dass Ärger und Probleme unser Wohlbefinden stark einschränken und auch die Sicht auf sie. Fühle ich mich gut, bin ich bei mir und kann realistisch und leichter Lösungen entwickeln.

Ziel der Methode

Der Klient löst sich von seinem Problem und entwickelt Energien und Impulse für Lösungsideen. Er darf Gutes spüren, erleben und machen.

 

Quelle: Vgl. Martin Wehrle (2018): Die Coaching-Schatzkiste. 150 kostbare Impulse für Entdecker, 2. Auflage, Bonn: managerSeminare Verlags GmbH, S. 258-259. 

Einzelmethode oder Teilnehmerkreis: Die Methode ist eine Einzelmethode im Coaching.

 

Benötigte Materialien: Papier, Stifte

Geschätzter Zeitaufwand: 2 Coaching-Sitzungen (etwa 2 mal 60 – 90 Minuten)

 

Im Anschluss an Methoden – Welche Methoden folgen ggf?: Fühlt sich der Klient wohler und weniger belastet durch seine aktuelle Situation, ist es möglich an den Lösungen zu arbeiten. Je nach Klient gibt es hierfür verschiedene kreative Möglichkeiten – schau dich doch hier auch bei Methodenundmehr um. Vielleicht findest du weitere Methoden, die dir zusagen.

 

Weitere Kategorien: Achtsamkeit, Glück, Positivismus

Varianten: Die Kurve kann gedanklich gezeichnet werden. Sie kann jedoch auch weiter visualisiert werden auf dem Papier mit all’ dem Guten, was dem Klienten einfällt. Wie eine Art Gemälde zum Aufhängen.

 

Anekdoten aus der Praxis: Gibt es noch nicht. Wir freuen uns auf Ihre Erzählungen.
Katja Jungmann und Gisela Krämer www.pfeos.de
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