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Lagerfeuer

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Lagerfeuer-Methode

Mit der Lagerfeuer-Methode in die richtige Stimmung kommen.

Mit einem Lagerfeuer verbinden viele von uns weit mehr als nur eine Wärmequelle. Es steht auch für gemeinsame Zeit in Jugendgruppen, mit Freunden und Familie. Vertrauliche Gespräche, Gitarren-Akkorde oder auch angenehmes Schweigen mit dem Blick in die lodernden Flammen machen die Stimmung am Feuer sehr besonders. Genau dieses wohlige Gefühl und die damit verbundenen Erinnerungen bilden den Rahmen für ein gemeinsames Gespräch am „Lagerfeuer“. Denn in Lagerfeuerstimmung fällt es leichter, Aufgestautes oder Unausgesprochenes von der Seele zu sprechen. Es betrifft also die „Seele“ des Teams und eignet sich sehr gut in Teammediationen und Teamcoachings, wenn irgendwas da ist, was blockiert.

Themen

Ein Gespräch am Lagerfeuer öffnet den Weg zur Klarheit. Mögliche Themen, die am Lagerfeuer besprochen werden, sind z.B. der plötzliche Verlust eines Kollegen, Auseinandersetzungen mit einer Führungskraft, die jedoch nicht mehr im Unternehmen beschäftigt ist und das Team belastet ist mit diesen Altlasten u.s.w. Es sind Themen, bei denen Sie vermuten, dass diese noch nicht ausgesprochen sind oder sich Teammitglieder bisher noch nicht getraut haben sie anzusprechen.

Ablauf

  • Bitten Sie Ihre Teilnehmer sich in einen Stuhlkreis zu setzen oder im Kreis auf den Boden. Achten Sie darauf, dass alle auf Augenhöhe sitzen, also entweder ALLE auf einem Stuhl oder auf dem Boden.
  • In die Mitte des geschlossenen Kreises stellen Sie beispielsweise eine Schale mit Süßigkeiten, die das Feuer ersetzt.
  • Leiten Sie die Methode ein, indem Sie Ihre Teilnehmer einladen, sich an ein Lagerfeuer zu erinnern. Beschreiben Sie die wohlige Wärme und Stimmung am Feuer, das Knistern und Knacken, die züngelnden Flammen. Berichten Sie von Gesprächen, die von angenehmen Schweigen unterbrochen wird.
  • Laden Sie Ihre Teilnehmer ein sich vorzustellen jetzt gemeinsam an diesem Lagerfeuer zu sitzen. So wie sich jeder fühlt, darf geschwiegen und auch erzählt werden, was gerade im Innern bewegt. Wer den Impuls verspürt zu sprechen, der spricht.
  • Bevor Sie sich inhaltlich zurückziehen – nicht körperlich – stellen Sie eine Frage in den Kreis, die zur Offenheit und Wertschätzung anregt. Z.B. „Was möchten Sie Ihrem ehemaligen Abteilungsleiter noch sagen und wofür möchten Sie ihm auch danken?“ oder „Auf das Feuer blickend – welche kritischen Blickpunkte sehen Sie in Ihrer gemeinsamen Arbeit und was ist gut in Ihrem Miteinander?“
  • Überlassen Sie Ihren Teilnehmern das Gespräch. Es geht hierbei nicht um Ziele, Ergebnisse oder Maßnahmen. Sie brauchen die Zeit, die sie brauchen. Wenn alles gesagt ist, werden die Gespräche langsam verstummen.
  • Würdigen Sie abschließend die Bereitschaft und Beteiligung der Teilnehmer an dem Gespräch am Lagerfeuer.

Ziele

  • Altlasten verabschieden: Abschließen mit vergangenen Situationen, die das Team noch belasten.
  • Dem Team Raum für Unausgesprochenes geben, um Klarheit zu finden.
  • Einfach mal alles von der Seele reden ohne Ergebnis oder Lösungssuche.

Quelle:  Entwickelt von Barbara Messer
https://www.managerseminare.de/Trainerkoffer_Tools/Feedbackmethode-Das-Lagerfeuer,248111

Einzelmethode oder Teilnehmerkreis? Diese Methode eignet sich für einen Teilnehmerkreis.

Benötigte Materialien: Raumkapazität für Stuhl- oder Sitzkreis und Schale mit Süßem als Feuerersatz
Geschätzter Zeitaufwand: Je nach Größe der Gruppe sollten mindestens 30 Minuten eingeplant werden.

Das Lagerfeuer als Abschiedsritual in der Mediation öffnet den Weg zur Konflikterhellung.
Im Teamcoaching können nun die Team-Themen bearbeitet werden, die die Arbeit im Team blockieren, behindern, lähmen usw.
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Klarheit

 

Eingereicht von Katja Jungmann für www.pfeos.de

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