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Kartenabfrage, Kartenspinne und doppelte Kartenabfrage

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Kartenabfrage, kurzer Inhalt

Für die Kartenabfrage wird eine Fragestellung, die die Gruppe betrifft als Überschrift an eine Pinnwand geheftet. Jeder Teilnehmer erhält nun Karten und soll seine Meinung dazu aufschreiben.

Wichtig ist, dass pro Karte nur ein Gedanke in Stichworten oder kurzen Sätzen notiert wird.

Anschließend werden die Karten gesammelt, vorgelesen und schließlich an die Pinnwand geheftet.

Während des Anheften oder in einer anschließenden Diskussion können die Karten gruppiert werden. Dies sollte eine Gruppenarbeit sein und nicht vom Moderator alleine gemacht werden.

Ziele: Ziel ist es, dass alle Teilnehmer unabhängig voneinander ihre Meinungen zum Thema äussern können. Alle Beiträge werden sichtbar gemacht.
Quellen: u.a. Wolfgang Mentzel: Kommunikation: Rede, Präsentation, Gespräch, Verhandlung, Moderation; Methodenpool der Universität Köln

Teilnehmerkreis, Einsatz der Kartenabfrage

Diese Methode kann in allen möglichen Teilnehmerkreisen verwendet werden.

  • Sie kann zur Sammlung von Ideen, Meinungen und Vorschlägen dienen,
  • man kann eine Bedarfsanalyse bzw. Problemananalyse damit machen oder
  • zu einem vorhanden Thema der Gruppe Erwartungen und Widerstände erforschen.
  • Vorteile bei dieser Art der Abfrage ist es, dass die Teilnehmer ihre Stellungnahmen unbeeinflusst abgeben können.
  • Auch kann diese Abfrage, wenn gewünscht oder sinnvoll, anonym erfolgen.
  • Durch den Vergleich der Karten findet bei den Teilnehmern ein Nachdenkprozess statt.
  • Ein weiterer Vorteil ist die Zeitersparnis im Vergleich zu gesprochen Beiträgen.
  • Um die Methode erfolgreich durchführen zu können, ist es wichtig, dass die Überschrift/das Thema kurz und anregend formuliert ist.
  • Das Beschriften der Karten muss den Teilnehmern erläutert werden, um eine gute Lesbarkeit zu erreichen. Die Anzahl der verteilten Karten richtet sich nach der Gruppengröße, so wird es bei größeren Gruppen sinnvoll sein maximal 3-5- Karten pro Person zu verteilen. Es sollte genug Zeit für das Beschriften der Karten eingeplant werden, um ein Nachdenken über das Thema zu ermöglichen.
  • Die Diskussion über die Beiträge wird erst nach Verlesen aller Beiträge geführt.

Benötigte Materialien:
Pinnwand, Packpapier, Plakatbögen oder Flipchartbögen, Karten in verschiedenen Farben bzw. Formaten, Klebepunkte, Nadeln, Schere, Kleber, Stifte

Geschätzter Zeitaufwand: Je nach Größe der Gruppe und Fragestellung unterschiedlich ca 20-45 Minuten

Tolle Varianten der Kartenabfrage

Die doppelte Kartenabfrage und die Kartenspinne

Doppelte Kartenabfrage

Hier werden die Teilnehmer gebeten sowohl zu Pro als auch zu Contra des Themas Meinungen abzugeben. Der Vorteil dabei ist es, dass sich die Teilnehmer mit beiden Positionen auseinandersetzen müssen.

Sinnvoll ist es dabei für beide Positionen verschieden farbige Karten zu verwenden.

Kartenspinne

Bei dieser Variante werden auf der Pinnwand bereits verschiedene Antwortrichtungen vorgegeben. Ziel ist es zum Thema bereits relativ konkrete Antworten zu erarbeiten. Ähnliche Anordnung wie bei einem Mind-Map, ist aber interaktiver und bunter.

Eingereicht von Jennifer Wassermann von www.mediation-ulm.com

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