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Die „Beziehungs-Landkarte“

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Beziehungs-Landkarte

Kurzer Inhalt der Methode Beziehungs-Landkarte: Visualisieren der Beziehungen zwischen Teams, Mitarbeitern, Menschen. Wer interagiert wie mit wem. Darstellung der Machtverhältnisse und Verbindungen.

Ziele: Unternehmen/Team wie eine geografische Karte darstellen deren Orte = Menschen/Teams, Straßen = Beziehungen sind.

Beispiel

Nutzen der Beziehungs-Landkarte:

  • Beziehungen zwischen den Akteuren darzustellen
  • Beteiligte und Machtverhältnisse darstellen.
  • Sichtbarmachen der Verbindungen.
  • Konflikte / Bereiche mit gestörter Kommunikation aufzeigen
  • Im Anschluss: Gründe/ Ursachen / Motivationen näher betrachten

Manche Konflikte/Beziehungen sind schwierig zu erkennen, bei Beteiligung von verschiedenen Parteien. Zudem könnten alle ein unterschiedliches Bild von der Lage haben. Das Ziel ist es, ein gemeinsames Bild zu schaffen und als Folge Ideen zur Verbesserung der Verbindungen entstehen lassen.

Was geht nicht in der Beziehungs-Landkarte

  • Phase eines Konflikts / Eskalationsstufe erkennen
  • Entwicklung über die Zeitdauer nicht erkennbar
  • Gründe/ Ursachen / Motivationen erkennen

Folgende Elemente nutzen:

  • Beteiligte: Je größer der Kreis, desto größer die (wahrgenommene) Macht (siehe Grafik A und B-Kreise)
  • Straßen = Wie stehen die Beteiligten zueinander (siehe Grafik links Beziehung bis gestörte Beziehung )
  • Konflikte / Unstimmigkeiten: Persönliche oder fachliche mit unterschiedlichen Symbolen kennzeichnen (siehe Grafik Blitz, Text Konflikt, Smiley rot)

Vorgehen beim Erstellen der Beziehungs-Landkarte

1. Thema / Bereich festlegen
Was wird analysiert? Wo sind Kommunikationsschwierigkeiten / Unverständnis / Konflikte?
Mögliche Grenzen: Team / Beteiligte aus anderen Abteilungen / Führungsebene / Unternehmensbereiche – was spielt eine Rolle?

2. Beteiligte identifizieren
Auf Zuruf der Teilnehmer: Erst auf Karten / Liste schreiben. Sortierung / Anordnung folgt dann. Welche indirekten Beteiligten gibt es? (An das Stakeholder Modell denken, wer hat Einfluss) vermeintlich unbeteiligte Dritte agieren „aus dem Hintergrund“?

3. Machtverhältnisse darstellen
Große Kreise für Beteiligte, die (vermeintlich) viel Macht haben / ausüben haben. Kleine Kreise, die nur geringe Macht ausüben (können).
Alternative: unterschiedlich große Karten

4. Beziehungen
Wichtigster Punkt: Darstellung – wer steht wie mit wem in Beziehung?
Erst Karten lose hinpinnen oder auf den Tisch legen. Beziehungswege einzeichnen, durch Pfeile die Machtrichtung darstellen.
+ / – Konfliktsymbolen oder Smileys.

5. Diskussion
Schon während der Erstellung auf die Gespräche achten – wie zeigen sich Beziehungen / Allianzen. Gemeinsames Erarbeiten kann schon einen erhellenden Effekt haben. Im Anschluss mit der fertigen Karten über Ursachen / Lösungen der einzelnen Punkte diskutieren.

Tipp: Im Anschluss: Verhandeln nach Harvard, Interessen herausarbeiten statt Positionen verteidigen. Gemeinsames Ziel in den Fokus rücken.

Achtung: Schon das Zeichnen der Landkarte kann neue Konflikte auslösen wenn alle sehr angespannt sind.  (da sehr unterschiedliche Sichtweisen auf die Dinge, die gerade schief laufen herrschen)

Lösung: Unabhängig voneinander erstellen mehrere ihre „eigene“ Landkarte – so kann jeder seine Sicht darstellen. Unterschiede als Basis für die Diskussion nutzen. Jeden Unterschied, einer nach dem anderen, angehen. Manchmal sind die Unterschiede nur scheinbar.

Fazit: Gute Möglichkeit, Diffuses klar zu visualisieren. Darstellen hilft, Probleme zu erkennen, die sonst nicht auf den Tisch kommen.

Benötigte Materialien: Flipchart, A3 Papier, Edding schwarz / rot / grün
Geschätzter Zeitaufwand: ca. 30 min
Im Anschluss an Methoden – Welche Methoden folgen ggf.:
Nach dem Kennenlernen, zu Beginn um Strukturen offen zu legen
Verhandeln nach Harvard – Interessen der Beteiligten herausarbeiten. Weitere Kategorien: Konflikte

eingereicht von Christine Breyer

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