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1-Punkt-Verfahren

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Bei der Methode 1-Punkt-Verfahren geht es um eine Form der schriftlichen und dadurch visualisierten Diskussion mit Hilfe einer Pinnwand / Stellwand. Diese wird einerseits zur Präsentation verwendet, unterstützt aber auch die Interaktion der Teilnehmenden.

Ziele und Zweck

In der Regel wird das 1-Punkt-Verfahren angewandt um verschiedene Standpunkte einer Gruppe zu einem Thema zu bewerten. Eine Skala bzw. ein Koordinatenkreuz wird auf einem Flipchart vorbereitet.

Jeder Teilnehmer erhält einen Klebepunkt und soll mit diesem seinen Standpunkt sichtbar machen. Dadurch wird die Meinung der Einzelnen deutlich.

Ziel ist es Gruppenmeinungen, Einstellungen, Haltungen oder Standpunkte zu erkennen.

Die Methode kann zu unterschiedlichen Zeitpunkten angewendet werden, z.B. in einer Aufwärmrunde, bei der Problemorientierung oder bei der Reflexion der Ergebnisse…

Vorteile sind ein schnelles Erkennen von Standpunkten ohne lange Diskussionen, wobei eine gegenseitige Beeinflussung der Teilnehmer beim Kleben möglich ist (Gruppendynamik). Als Nachteil kann eine fehlende Anonymität angesehen werden, wobei dies durch den Moderator auch als verdeckte Abfrage gestaltet werden kann (zB. die Teilnehmer vermerken auf Zetteln, wo sie ihre Punkte setzen wollen und der Moderator klebt diese anschließend auf).

Regeln

  • Jeder Teilnehmer hat die gleiche Chance zur Meinungsabgabe
  • Die Fragestellung sollte präzise formuliert sein und eine Verortung zulassen
  • Die Frage sollte offen und persönlich formuliert sein
  • Während des Klebens sollten keine Diskussionen zugelassen werden
  • Die Skalen/Koordinatenkreuze müssen eindeutig sein
  • Jeder Teilnehmer erhält einen Klebepunkt.

Quelle u.a.: Methodenpool der Universität Köln

Die Methode kann gut und klassisch in Teams angewendet werden.

Benötigte Materialien: Flipchart, Plakat oder Stellwand sowie Klebepunkte
Geschätzter Zeitaufwand: Je nach Fragestellung 15-30 Minuten.

eingereicht von Jennifer Wassermann von www.mediation-ulm.com

 

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