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U-Prozedur

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Ablauf und Beschreibung der U-Prozedur

Zu Beginn

Bei dieser Methode wird zu Beginn die Ist-Situation diagnostiziert und schließlich ein Soll-Entwurf erarbeitet.Zu Beginn wird das Sichtbare und Erlebbare erfasst, festgestellt wer die beteiligten Personen sind sowie die Grundauffassungen erkundet, nach denen diese Personen heute handeln.

Erneuerung

Anschließend startet man mit der Erneuerung, indem gefragt wird was gewollt ist. Dann werden die neuen Leitsätze konkretisiert:

  • Was tun die Beteiligten jetzt anders und wie gestalten sich die neuen Abläufe?

Der Prozess lässt sich U-förmig darstellen, daher stammt der Name.

Eignung

Die U-Prozedur ist hauptsächlich dafür geeignet betriebliche Abläufe wie z B. Bestellung, Planung, Produktion oder Vertrieb und Prozesse wie z. B. Entscheidungsprozesse, Informationsprozesse, Delegieren oder Projetbeauftragung zu untersuchen.

Quelle

Die Methode wurde von Dr. Friedrich Glasl und Dirk Lemson im Jahr 1968 entwickelt. Seit den 1980er Jahren wurde sie systematisch vorgestellt. Seit dieser Zeit wurde die Methode in der Organisationsentwicklung und der sozialen Entwicklung verwendet. Aufgrund des besonderen Interesses an Konfliktlösungen von Dr. Glasl wurde die Methode explizit dafür entwickelt, das Bewusstsein und den Prozess, der mit den Beziehungsprozessen verbunden zu untersuchen. Seit den frühen 2000ern wurde die Methode als U-Methode oder U-Therorie von Otto Scharmer weiter ausgearbeitet.

Der Prozess im Einzelnen

IST-Situation heute: Gegenwart, heutige Praxis, gewachsenes System:

SOLL-Situation morgen gewünschte Situation:

  • Wie verhalten wir uns gegenwärtig?
  • Beschreiben Sie den faktischen Ablauf, die Schritte, Methoden, eingesetzten Instrumente, Verhaltensweisen.

Wie könnte der künftige Ablauf sein?

  • Welche Schritte, Verfahren, Methoden, Instrumente, Verhaltensweisen wären denkbar?
  • Wie verhalten wir uns dann?

Wie sollen in Zukunft die Abläufe sein?

  • Welche Funktionen / Personen leisten dazu welche Beiträge?
  • Wie sind dabei die Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten verteilt?
  • Welche Rollen spielen die Beteiligten?
  • Diese Rollen sollen bildhaft charakterisiert werden.
  • Wie sollen die Aufgaben, Kompetenzen, Verantwortlichkeiten verteilt sein?
  • Welche Beiträge sollen dann welche Personen leisten?
  • In welchen Rollen? Auch hier sind bildhafte Umschreibungen hilfreich.

Welche Grundauffassungen liegen 1. und 2. zu Grunde?

  • Nach welchen ungeschriebenen Gesetzen läuft das alles ab?
  • So nach dem Motto…..
  • Wie sollen dann die neuen Handlungsgrundsätze (Mottos) lauten?
  • Nach welchem Motto wollen wir handeln?
  • Welche Philosophie soll uns dabei leiten?

Welche Mottos…..

  • ……sollten nicht mehr gelten bzw. neu formuliert werden? Rot!
  • ……sollten teilweise verändert werden? Orange!
  • ……sollten künftig gelten? Grün!
  • Markieren mit den Verkehrsampelfarben.

Die ideale Gruppengrösse für diese Methode sind 5 – 8 Personen.

Dauer: Je nach Komplexität des zu untersuchenden Prozesses werden zwischen einer und drei Stunden für die U-Prozedur benötigt.

Andere Kategorien: Konflikte, Lösungen und Ziele

eingereicht von Jennifer Wassermann von www.mediation-ulm.com

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