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Kurzbeschreibung

Der Fliegende Teppich ist eine bewegte Kooperationsübung für Gruppen und Teams. Alle Teilnehmenden stehen gemeinsam auf einer Decke und starten zu einer imaginären Flugreise. Die Spielleitung erzählt die Geschichte und lässt während des Fluges immer wieder unerwartete Hindernisse auftauchen.

Mal muss der Teppich gewendet werden, mal gefaltet, später vielleicht noch einmal gewendet oder weiter verkleinert werden. Die Herausforderung: Alle bleiben während der gesamten Reise auf dem Teppich.

Ziel der Methode

  • Kommunikation und Abstimmung
  • gemeinsames Problemlösen
  • Koordination und gegenseitige Unterstützung
  • Flexibilität bei veränderten Bedingungen
  • Umgang mit begrenztem Raum und begrenzten Ressourcen
Fliegender Teppich
Fliegender Teppich

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Gruppengröße, Dauer und Material

Gruppengröße: etwa 4 bis 10 Personen pro Decke
Dauer: ca. 15 bis 30 Minuten einschließlich kurzer Reflexion
Material: eine ausreichend große und stabile Decke oder Plane

Eine Decke mit gut unterscheidbarer Vorder- und Rückseite erleichtert das Wenden.

Vorbereitung

Die Decke wird vollständig auf dem Boden ausgebreitet. Alle Teilnehmenden stellen sich darauf.

Die wichtigste Regel lautet:

Während der gesamten Flugreise bleiben alle auf dem fliegenden Teppich. Der Boden außerhalb des Teppichs darf nicht berührt werden.

Die Flugreise

Die Spielleitung darf die Reise ausspielen. Die einzelnen Aufgaben werden nicht vorab angekündigt.

„Herzlich willkommen an Bord unseres fliegenden Teppichs. Alle einen guten Platz gefunden? Dann können wir starten.“

„Wir gewinnen langsam an Höhe. Unter uns werden die Häuser immer kleiner. Das Wetter ist hervorragend. Herrliche Aussicht. So lässt es sich reisen.“

Dann erscheint das erste Hindernis:

„Oh. Da vorne ist ein ziemlich hoher Berg. So kommen wir da nicht vorbei. Wir müssen unseren Teppich einmal vollständig wenden.“

Die Gruppe muss die Decke vollständig umdrehen, sodass die bisherige Unterseite oben liegt. Dabei bleiben alle Personen auf der Decke. Wie die Gruppe das schafft, bleibt ihr überlassen.

Ist die Aufgabe geschafft, geht die Reise weiter:

„Puh. Geschafft. Der Berg liegt hinter uns. Wir können weiterfliegen. Jetzt wird es ruhiger. Unter uns sehen wir Wälder und kleine Dörfer. Eigentlich eine ziemlich entspannte Reise …“

Dann folgt das nächste Hindernis:

„Äh … da vorne wird es eng. Eine Schlucht. Mit unserem großen Teppich kommen wir da nicht hindurch. Bitte den Teppich einmal falten.“

Die Gruppe muss die Decke nun auf eine kleinere Fläche falten. Auch dabei bleiben alle auf dem Teppich.

Je nach Gruppengröße und Deckengröße folgen weitere Situationen, zum Beispiel:

„Oh, Entschuldigung. Ich fürchte, wir fliegen gerade in die falsche Richtung. Bitte den Teppich noch einmal wenden.“

Oder:

„Vor uns kommt eine sehr enge Felsspalte. Wir müssen unseren Teppich noch einmal falten.“

Wenden und Falten können sich mehrmals abwechseln. Die Spielleitung entscheidet, was für die Gruppe noch gut machbar ist.

Die Landung

„Ich sehe unser Ziel. Wir haben es fast geschafft. Wir verlieren langsam an Höhe … noch ein kleines Stück … und wir setzen zur Landung an. Geschafft. Wir sind sicher angekommen.“

Erst jetzt verlassen alle gemeinsam die Decke.

Beobachtung und Reflexion

  • Wie beginnt die Gruppe mit einer neuen Aufgabe?
  • Wird sofort gehandelt oder zunächst gemeinsam überlegt?
  • Wer bringt Ideen ein und wer koordiniert?
  • Wie werden Bewegungen abgestimmt?
  • Wie reagiert die Gruppe, wenn der Raum kleiner wird?
  • Wie geht die Gruppe mit immer neuen Anforderungen um?

Mögliche Reflexionsfragen:

Welche Etappe war besonders herausfordernd? Wie wurden Lösungen gefunden? Was veränderte sich, als der Platz kleiner wurde? Wie ging die Gruppe damit um, dass nach einer gelösten Aufgabe bereits die nächste Veränderung kam? Was half, als die Situation schwieriger wurde?

Transfer

Die Übung eignet sich für den Transfer auf wechselnde Rahmenbedingungen, knapper werdende Ressourcen und Zusammenarbeit unter Veränderungsdruck.

Mögliche Transferfragen:

Wo erleben wir im Arbeitsalltag ähnliche Veränderungen? Wie schnell stellen wir uns auf neue Situationen ein? Wer behält das Ganze im Blick? Wie sorgen wir dafür, dass alle mitkommen?

Praxistipp

Der Storyteil gehört ausdrücklich zu dieser Variante. Die Aufgaben werden erst während der Reise bekannt.

Da die Gruppe beim Falten und Wenden teilweise sehr eng zusammensteht, sollte vor Beginn darauf hingewiesen werden. Wer körperliche Einschränkungen hat oder die Nähe nicht möchte, kann als Prozessbeobachter:in begleiten.

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