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Das Buddy-Prinzip

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Eine Methode zum Wohlfühlen

Besonders mehrtägige Seminare sind für Teilnehmer mit vielen neuen Eindrücken verbunden. Für den Einen bedeuten diese Tage „Endlich mal raus aus dem Alltag. Yippiiiee!“. Für andere ist die ungewohnte Umgebung (Seminarort, Hotel…) nicht gerade das Gelbe vom Ei, eventuell haben sie Heimweh.

Hier kommt das Buddy-Prinzip ins Spiel. Es ist eine Methode, die den Teilnehmern ein Wohlfühlen für die Zeit des Seminars vermittelt. Das Besondere daran ist, dass die Teilnehmer selbst dafür sorgen werden ein Wohlfühlen zu gestalten. Nämlich das Wohlfühlgefühl ihres Schützlings. Jeder Teilnehmer bzw. Buddy achtet bewusst auf diese Person und sorgt für sie. Das schließt die Beobachtung, die Wahrnehmung und Einfühlsamkeit mit ein.

Was könnte die Person gerade brauchen? Wir trete ich in Kontakt ohne mich zu enttarnen? usw.

Gibt es einen Haken? Ja natürlich, es soll schließlich auch spannend sein: Das Ziel ist, dass der Buddy sich nicht zu erkennen gibt und die umsorgte Person sich pudelwohl fühlt gemäß dem Motto: „Ich bin nicht allein.“

Ablauf des Buddy-Prinzips

  • Zu Beginn des Seminars schreiben alle Teilnehmer ihren Namen auf einen Zettel und falten diesen zusammen.
  • Nun zieht jeder Buddy einen Zettel.
  • Wer seinen eigenen Namen zieht, darf ein zweites Los ziehen und seinen Namen wieder in die „Lostrommel“ legen. (Sich selbst zu „betütteln“ sollte immer möglich sein.)
  • Zum Ende des letzten Seminartages wird eine „Hat jemand eine Ahnung, wer sein Buddy ist?“-Runde eröffnet, in der jeder kurz seine Vermutung äußert.
  • Anschließend enttarnen sich die Buddies selbst.
  • In einer kleinen Reflexionsrunde schenkt der Buddy seinem Schützling zwei Komplimente und einen Entwicklungsvorschlag.

Quelle: Sandra Dirks „Das Buddy-Prinzip“ – entdeckt  unter Trainingstipps auf www.sandra-dirks.de

Die Methode ist für einen Teilnehmerkreis von mindestens 8 Personen geeignet.

Benötigte Materialien: Zettel, Stifte, eine „Losbox“ (Hut, Schale, Korb…)

Geschätzter Zeitaufwand:
Beginn des Seminars: ca. 15 Minuten
Ende des Seminars: ca. 45 Minuten

Im Anschluss an die Reflexionsrunde kann eine Auswertung folgen. Da die Buddies sich zum Ende eines Seminars zu erkennen geben, passt die Methode auch gut in die Verabschiedung.

Weitere Kategorien:
Beobachtung
Wahrnehmung
Empathie
Teambildung
Kennenlernen

Varianten: Die Auswertungsfragen können je nach Seminarinhalt angepasst werden.  Außerdem eignet sich die Methode auch im Outdoor-Bereich. Es ist einfach gut zu wissen, wenn da noch jemand ist, der auf einen aufpasst. Macht ein gutes Gefühl, umsorgt zu sein.
Neu formuliert und beschrieben von Katja Jungmann www.pfeos.de

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