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Diese Methode eignet sich hervorragend für Phasen mit leichtem Energieabfall, etwa nach der Mittagspause oder am späteren Nachmittag. Ebenso kann sie in Abendveranstaltungen integriert werden, da sie mit einem hohen Maß an Bewegung, Beobachtung und humorvoller Irritation arbeitet. Sie fördert das Systemverständnis, die Selbst- und Fremdwahrnehmung sowie das Erkennen impliziter Dynamiken innerhalb von Gruppenstrukturen.

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🌙 Phase 1: Mond und Satelliten

Die Teilnehmenden positionieren sich locker im Raum in einem offenen Kreis. Jeder einzelne wird gedanklich dazu aufgefordert, eine andere Person innerhalb der Gruppe als seinen „Mond“ auszuwählen.
🔄 In der Folge soll versucht werden, den eigenen „Mond“ möglichst unauffällig dreimal zu umkreisen, wobei man selbst permanent in Bewegung bleibt.
🔁 Das Spiel beginnt auf ein Startsignal hin und läuft zunächst ohne jegliche verbale Kommunikation ab. Die Dynamik entsteht spontan, da sich die Rollen überlagern können – eine Person kann gleichzeitig Mond für mehrere Satelliten sein.
⚠️ Dadurch entsteht eine komplexe Gruppenbewegung, die spontan zu kleinen Kollisionen, Umgruppierungen und viel Heiterkeit führt. Gleichzeitig wird intuitiv erfahrbar, wie individuelle Bezugssysteme kollektive Prozesse beeinflussen.


🔺 Phase 2: Das Magische Dreieck (Variante)

Nach einer kurzen Reflexion oder einem Übergang kann die Methode mit der Variante des „magischen Dreiecks“ fortgesetzt oder auch separat eingesetzt werden.
🧠 Jede Person wird nun gebeten, sich heimlich zwei andere Personen im Raum als Zielpunkte auszuwählen. Diese Information bleibt ausschließlich bei der wählenden Person.
📐 Ziel ist es, sich selbst so zu positionieren, dass mit den beiden Zielpersonen ein gleichschenkeliges Dreieck entsteht. Die Mindestabstände von 2 Metern dienen der Klarheit der Bewegung und verhindern zu enge Gruppenbildungen.
🤫 Ohne Worte, mit Bedacht und beobachtend, beginnt nun jede Person, sich möglichst unauffällig so zu positionieren, dass das angestrebte Dreieck entsteht. Da jede Person wiederum eigene Bezugspunkte hat, befindet sich das soziale „Mobile“ in permanenter Bewegung.


🌀 Reflexion und Systemische Auswertung

🔍 Nach einer Phase der Beruhigung wird die Gruppe eingeladen, sich umzusehen und sichtbar gewordene Dreiecksstrukturen zu identifizieren – ohne die eigene Wahl zu verraten.
📊 Im Plenum können nun „vermeintliche“ und „tatsächliche“ Systeme benannt und miteinander verglichen werden. Hierbei entsteht häufig Irritation, denn viele sichtbare Strukturen sind nicht real, während reale Bezugssysteme nicht sichtbar sind.
🪁 In der anschließenden Reflexion wird die Metapher des Mobiles genutzt:

Veränderungen an einer Stelle bringen das gesamte System in Bewegung.

Neue Balance stellt sich nicht sofort, sondern schrittweise ein.

Zielsetzung und Einsatzbereiche

Die Methode eignet sich für Trainings, Teamentwicklungen, Workshops und Seminare mit systemischem, gruppendynamischem oder organisationspsychologischem Fokus.
💡 Ziel ist die Erfahrung systemischer Zusammenhänge, die Beobachtung nichtlinearer Dynamiken und die Sensibilisierung für den Umstand, dass Systeme oft anders funktionieren, als sie auf den ersten Blick erscheinen.
🕒 Je nach Gruppengröße und Auswertungsintensität lässt sich die Methode in 15 bis 60 Minuten durchführen.

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